Biographies

Photo: Bistra Boshnakova

Martin Lubenov

Martin Lubenovwurde 1976 in Sofia geboren. In seinem eigenwilligen Spiel kreuzen sich die schillerndsten Traditionen des Balkans: mazedonisch-bulgarische Volksmusik und die vor Lebendigkeit überberstende, ständig sich entwickelnde Musik der südbalkanischen Roma. Man ergänze diese musikalische Basis durch Jazz, Tango Nuevo, Pariser Musette, serbische, rumänische, griechische und türkische Musik, atemberaubende Virtuosität und ausgefallene Arrangementideen: That's Martin Lubenov.
Martin studierte klassische Musik und Jazz in Sofia und Wien. Seine Erdung im vibrierenden Boden balkanischer Hochzeitsmusik bewahrte ihn von vorneherein davor, ein "akademischer" Musiker zu werden. Und glücklicherweise ließ ihn seine musikalische Bildung schon früh über Populärmusik hinauswachsen, auf die sich viele Romamusiker am Balkan beschränken.
Um die Jahrtausendwende zog es Martin Lubenov zum Studium nach Wien, wo er bald zum Verbindungsglied zwischen der Musik der jugoslawischen und mazedonischen Communities und der österreichischen Folk- und World-Music-Szene avancierte. Schnell sprach sich sein Talent herum, auf das zunächst die Tschuschenkapelle, in Folge auch Gruppen wie etwa das Ensemble Klesmer, Mandys Mischpoche, die Marios & Julie Kompania und das Sandy Lopicic Orkestar, die Ethnojazzband Dunja und die Musette/Gypsy-Swing-Newcomer Déjà vu zurückgriffen, um nur seine österreichischen Bands zu nennen. In Bulgarien war er zudem Instrumentalist und Arrangeur der Jony Iliev Band und gründete 2003 sein eigenes Martin Lubenov Orkestar, das ausschließlich seine Kompositionen und Arrangements spielt und sich aus den besten Romamusikern seines Landes zusammensetzt.